Zwei Segel

September 6, 2009

 
zwei-segel
Zwei Segel erhellend
die tiefblaue Bucht!
Zwei Segel sich schwellend
zu ruhiger Flucht!

Wie eins in den Winden
sich wölbt und bewegt,
wird auch das Empfinden
des andern erregt.

Begehrt eins zu hasten,
das andre geht schnell,
verlangt eins zu rasten,
ruht auch sein Gesell.

C.F. Meyer

(Foto: Maria H.)

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Ein Jahr ist um

September 26, 2010

Mit   einem   lachenden und einem weinenden Auge beenden wir unsere Reise. Am 23. September 2009  haben  wir  Slowenien verlassen  und  am 24. September 2010 liefen wir um 16.00 Uhr auf unserem alten Liegeplatz in der Marina Portoroz wieder ein.

Wir haben viel auf dieser Reise erlebt. Viele wunderschöne Orte besucht. Interessante Menschen aus unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichsten Mentalitäten kennengelernt.

Das Leben auf so engem Raum zu Dritt, oder auch zu Zweit war eine große Umstellung, die wir aber, zu unserem eigenen Erstaunen, ganz mühelos gemeistert haben. Es gab auch Tage die weniger schön waren und die wir durchstehen mussten. Die Erkenntnis, dass wir dem Wetter ausgeliefert sind, war oft eine harte Erfahrung, aber auch mit dieser lernten wir umzugehen.

Das rege Interesse an unseren Berichten hat uns sehr gefreut und ermutigt, deshalb wollen wir uns bei all unseren Blog-Besuchern und virtuellen Begleitern noch herzlich Bedanken. Auch über die netten und lustigen Kommentare haben wir uns sehr gefreut. Da wir mit Strom und Internet sehr bewusst umgehen mussten, haben wir uns dazu entschlossen, allgemein, über den Blog auf die Kommentare nicht zu antworten. Bitte dies nicht als Unhöflichkeit auszulegen.

Hiermit beenden wir die Berichterstattung unseres Seglerjahrs und
man sieht sich.

Die Mannschaft der Andaria

Last but not least:
Ich möchte mich bei allen Firmenkollegen,  Management,  Betriebsrat, Freunden und Verwandten welche mir dieses Jahr der Auszeit und Regeneration – nach  schweren  privaten  Belastungen – ermöglichten
herzlich   bedanken.

Ohne meine Frau wäre dieses Abenteuer  in dieser Form nicht möglich gewesen und sie hat außer den seemännischen und kulinarischen Verpflichtungen,  tausende Fotos bearbeitet, Texte geschrieben und oft unter unzumutbaren Internetverbindungen in entlegenen Buchten doch irgendwie „ins Netz“ gebracht – vielen Dank für deine Mühen und die wirklich gelungene Präsentation.
Karl


Kein Bild, kein Ton…….

August 8, 2010

 

In diesem Artikel müssen wir leider unseren treuen Blogbesuchern eine dramatische Mitteilung verlaut-
baren – Marias Laptop ist kaputt.

Auf der Andaria beziehen wir den Strom von einer Versorgerbatterie. Deshalb benutzen wir für stromsaugende Geräte einen Adapter, der diesen auf die benötigte Spannung umwandelt. Maria, die sich freute, dass endlich das Schiff ruhig in der Bucht lag setzte sich zum Navigationstisch und schaffte sich Platz für ihren Laptop. Als sie dann den Adapter ansteckt, zischte es und eine Rauchwolke stieg aus dem Gerät auf. Schnell löste sie die Verbindung, aber es war schon zu spät. Nicht nur der Voltumwandler war kaputt, auch ihr Computer gab kein Lebenszeichen mehr von sich. Karl versuchte noch Wiederbelebungs-maßnahmen, aber es blieb finster. Maria war verzweifelt – sie hatte zwar vor einem Monat eine Sicherung erstellt, aber auf die Bilder von dem letzten Monat hat sie jetzt keinen Zugriff mehr. Auch können wir zurzeit unsere Fotos nicht mehr runterladen. Es wird in nächster Zeit nur bildlose Berichte geben.


Frauen tabu

Juli 8, 2010

 

„Der Zugang ist allen Frauen, allen weiblichen Tieren, jedem Kind und jedem zarthäutigen Scheinheiligen verwehrt.“ 
Constantin Monomachus – anno 1060
Und jenes ist auch heute noch gültig. Wo wären die alle, wenn nicht eine Frau ihnen das Leben geschenkt hätte. Na ja, schön und gut – die Klöster sind trotzdem außergewöhnlich und sehenswert. 

Am obersten Finger von Chalkidiki, der Halbinsel Agio Oros/Athos, befindet sich die Mönchsrepublik. Auf dieser Halbinsel, deren schroffe Felsen steil ins Meer abfallen, erheben sich an spektakulären Stellen wie Felsvorsprünge und steile Klippen die 20 Athosklöster. Die Mönchsrepublik gehört geografisch und politisch zu Griechenland, ist aber doch autonomes Gebiet mit eigener finanzieller und juristischer Autorität. Die Zeit wird noch immer nach den Julianischen Kalender gerechnet und die Stunden durch die byzantinische Glocke bestimmt, welche die Stunden unterschiedlicher Länge schlägt. Aufgenommen werden hier Mönche jeder Nationalität. Neben Griechen leben auch Russen, Serben und Rumänen in den Klöstern. Sie alle bekommen beim Eintritt in die Gemeinschaft die griechische Staatsangehörigkeit.

Moni Megistis Lavras

Moni Agiou Pavlou

Moni Xirapotamou

Moni Simona Petras

Moni Dochiariou

Moni Agiou Pantelimonou

Moni Dionisiou

Moni Grigoriou

Moni Xenofontos

 


Solardusche

Juni 17, 2010

 

Auch wenn Salzwasser bekanntlich gut für die Haut ist, genießt man hin und wieder eine Reinigung mit Süßwasser sehr. In Griechenland ist es mit den Jachthäfen so eine eigene Sache. Es gibt zwar wirklich viele, und manche sehen auch gut aus, aber im Betrieb sind nur die wenigs-ten und eine wirklich gute Marina finden man eher selten. Nach dem Motto selbst ist die/der Frau/Mann haben wir, die beim Inventar vor-handene, noch nie benutzte, Super-Solar-Shower aktiviert. Vielleicht ein wenig exhibitionistisch – aber angenehm.


Tal der Toten

April 19, 2010

 

Nachdem es uns nicht gelungen ist durch die berühmte Samaria Schlucht zu gehen (Karl war besonders enttäuscht) besuchten wir am 27.03.2010 das im Osten von Kreta liegende „Tal der Toten“. Diese steilwandige Schlucht beginnt im oberen Zakros sehr weitläufig und verengt sich immer mehr bis Kato Zakros hin. Als wir das erste Mal durch gingen, schien die Sonne kräftig bis zu dem mit Oleander-sträuchern gesäumten Schluchtgrund hinein. Die Luft war erfüllt mit dem schweren Duft der erblühenden Pflanzen. Anfangs führt der Weg in die Tiefe über loses Gestein und es ist ratsam vorsichtig und mit gutem Schuhwerk zu gehen. Wer sich Zeit nimmt, kann eine Vielfalt an Pflanzen entdecken. In den Felswänden befinden sich zahlreiche Höhlen in denen die Minoer ihre Toten bestattet hatten.
Daher auch der Name. Wie zur Erinnerung kreisen Raubvögel und Raben über der Schlucht. Doch wenn man zuviel foto-grafiert und nicht darauf achtet wo man geht, dann kann das schlecht aus-gehen. So erging es leider Maria. Während sie den Fotoapparat wieder einpackte übersah sie einen von Gras überwachsenen Stein und über-dehnte sich die Sehnen am Knöchel. Der erste Schmerz löste bei ihr auch noch Kreislauf-problem und Schwindel aus. Tapfer ging sie weiter um bis an das nicht mehr weit entfernte Ende der Schlucht zu kommen. Sie marschierte beständig bis zu einer Sitzbank die hoch über der Schlucht stand. Karl lief dann zum Auto und wir fuhren noch nach Kato Zakros und kühlten uns die Füße im erfrischenden Meer. Danach setzten wir uns in eine der vielen Tavernen die sich an diesem idyllischen Strand befinden. Die Atmosphäre dieses Ortes lenkte vom Schmerz ab und so endete der erste Besuch im Tal der Toten doch noch schön. Karl ging ein zweites Mal mit seinen Schwagerleuten Andrea und Thomas und mit seinem Bruder Rudi ein drittes Mal durch – alle waren begeistert – besonders von dem Apre-Gorge in Katro Zakros, einer romantisch abgelegenen Bucht mit stimmungsvollen Restaurants direkt am Strand.

 


Frohe Ostern

April 4, 2010

In Griechenland wird nach der Auferstehungsliturgie die Majiritsa, eine Suppe aus den Innereien des Lamms gegessen, das dann im Laufe des Ostersonntags am Spieß gegrillt wird. Während der Ostertage begrüßt man sich mit dem Ostergruß: „Christus ist auferstanden!“ Der so Gegrüßte antwortet: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“.

Die  Suppe  haben  wir  ausgelassen  aber  heute werden, bei strahlendem Sonnenschein,  in der Marina zwei Osterlämmer und ein Spanferkel gegrillt. 

 

„Frohe Ostern“ – wünschen   Maria und Karl

 


Überdrüberredungskünstler

Januar 19, 2010